Dialog der Religionen - Jugend. Religion. Demokratie
, NRW-Staatskanzlei in Düsseldorf
Ob Judentum, Christentum oder Islam: Religion begleitet Menschen auf ganz unterschiedliche Weise. Manchmal prägt sie den Alltag, manchmal spielt sie kaum eine Rolle. Gerade weil die Erfahrungen so vielfältig sind, ist es wichtig, miteinander ins Gespräch zu kommen und neue Perspektiven kennenzulernen, um einander zu verstehen.
Unter dem Titel „Jugend. Religion. Demokratie" laden wir, Minister Nathanael Liminski und das Team von begegnen e.V., Euch zum offenen Austausch mit anderen Jugendlichen und mit Expert*innen ein. Bringt Eure Fragen, Erlebnisse und Meinungen mit – und diskutiert gemeinsam darüber, was Glaube und Identität mit unserem täglichen Zusammenleben zu tun haben.
Wir freuen uns auf Euch!
- Für Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 21 Jahren
- Mit Podiumsgespräch, Workshops, Mittagessen und Kickerturnier
- Unsere Referent*innen:
- Dr. Carmen Bisotti
- Sophie Orentlikher
- Dr. Jan Christian Pinsch
- Daniel Schaban
- Naomi Tamir
- Sarah Vecera
- Dawud Yildirim
- Burak Yilmaz
Teilnehmende können sich sowohl individuell als auch im Rahmen einer Jugendgruppe oder Klassengemeinschaft anmelden.
Wir bitten um Anmeldung bis zum 22.06.2026 online über diesen Link oder per E-Mail an info@begegnen.nrw, telefonisch unter 0521 9889 5037 oder per WhatsApp unter 0155 66 180 133.
Teilnehmende am Podiumsgespräch mit dem Thema „Religion im Alltag – Fragen, Konflikte, Chancen":
Minister Nathanael Liminski
Copyright: Land NRW, Ralph Sondermann
Nathanael Liminski ist seit dem 29. Juni 2022 Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien des Landes Nordrhein-Westfalen und Chef der Staatskanzlei.
Naomi Tamir
Copyright: Naomi Tamir
Naomi Tamir, aus dem Vorstand der Jüdischen Studierendenunion Deutschland (JSUD), ist langjährige Aktive in verschiedenen Ehrenämtern, wie bei der Union progressiver Juden (UpJ) Netzer in der Jugendarbeit oder bei Dialogprojekten wie Hawar Impact und Meet a Jew.
Sarah Vecera
Copyright: Lara Diederich
Sarah Vecera studierte Theologie, Religionspädagogik und Sozialpädagogik in Kassel und Bochum. Sie ist stellvertretende Leiterin der Abteilung Deutschland der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) und Bildungsreferentin zum Thema „Rassismus und Kirche“. In ihrem Buch „Wie ist Jesus weiß geworden? Mein Traum von einer Kirche ohne Rassismus“ beschäftigt sie sich intensiv mit den Themen Rassismus, Diskriminierung und Kirche.
Burak Yilmaz
Copyright: Burak Yilmaz
Burak Yilmaz arbeitet als Content Creator und Autor zu den Themen Rassismus, Erinnerungskultur und Islamismus. In satirischen Videos unterhält er über Identität, Kultur und Gesellschaft. In den Münchener Kammerspiele hostete er letztes Jahr seine erste Show „Late Night Real Talk“. Für seine Arbeit wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Daniel Schaban (Moderation)
Copyright: Daniel Schaban
Daniel Schaban wurde 2003 in Köln geboren. Nach seinem Abitur studierte er Wirtschaftsinformatik in Köln und Simulation Science in Aachen. Seit 2021 ist er als Jugendleiter bei UpJ Netzer aktiv und seit 2022 auch im Vorstand der Union progressiver Juden (UpJ) tätig. Außerdem engagiert er sich seit 2025 als Vice Chair for Emerging Leadership der European Union for Progressive Judaism (EUPJ) und arbeitet als Business Intelligence Developer.
Workshops:
Workshop A „Zwischen Wut und Hoffnung – Ein solidarischer Versuch der Annäherung in polarisierten Zeiten“ mit Sophie Orentlikher und Dawud Yildirim
Copyright: Sophie Orentlikher
Copyright: Dawud Yildirim
Wer bin ich und wo gehöre ich hin? In unserem Workshop (Workshop A) geht es um Identität, Zugehörigkeit und den Umgang mit Konflikten in einer Welt voller Krisen und Spannungen. Gemeinsam sprechen wir über Fragen, die viele junge Menschen beschäftigen: Wie beeinflussen gesellschaftliche Debatten unser Denken und Fühlen? Wie gehen wir mit unterschiedlichen Meinungen um? Und wie können wir miteinander im Gespräch bleiben, auch wenn es schwierig wird?
Mit kreativen Methoden, interaktiven Übungen und offenen Gesprächen schaffen wir Raum für persönliche Perspektiven, widersprüchliche Gefühle und gemeinsame Reflexion. Dabei geht es nicht um richtige oder falsche Antworten, sondern darum, eigene Positionen zu finden, andere Sichtweisen auszuhalten und gemeinsam neue Denk- und Gesprächsräume zu eröffnen.
Sophie Orentlikher studiert klinisch-therapeutische Soziale Arbeit an der Katholischen Hochschule NRW und ist als Bildungsreferentin und Sozialpädagogin tätig. In ihrer Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind ihre Schwerpunkte Antidiskriminierung, insbesondere Rassismus und Antisemitismus, sowie Empowerment. Sophie ist außerdem Multiplikatorin im jüdisch-muslimischen Dialog und Friedensaktivistin.
Dawud Yildirim studiert Politikwissenschaft mit den Schwerpunkten Nationalstaat und Globalisierung an der Georg-August-Universität Göttingen. Seit mehreren Jahren ist er als politischer Bildner, Moderator und Community Worker aktiv. Inhaltlich beschäftigt er sich mit transnationaler Erinnerungskultur, Antirassismus, Antisemitismus, Empowerment, sozialer Gerechtigkeit, interreligiöser Zusammenarbeit sowie Machtverhältnissen in migrantischen Communities und indigenen Widerstandsformen. Darüber hinaus ist er als freier Mitarbeiter und Referent für verschiedene Stiftungen und Organisationen tätig.
Workshop B „Du hast dich voll verändert – Was tun gegen Extremismus?" mit Burak Yilmaz
Copyright: Burak Yilmaz
Burak Yilmaz arbeitet als Content Creator und Autor in Gefängnissen und an Schulen, um Radikalisierung entgegenzuwirken. In Workshop B gibt er einen Einblick in seine Arbeit und vermittelt den Teilnehmenden: Wie reagiere ich auf menschenverachtenden Aussagen? Wie erkenne ich Radikalisierung in meinem Umfeld? Was können wir als Gesellschaft tun? Der Workshop ist interaktiv angesetzt.
Burak Yilmaz arbeitet zu den Themen Rassismus, Erinnerungskultur und Islamismus. In satirischen Videos unterhält er über Identität, Kultur und Gesellschaft. In den Münchener Kammerspiele hostete er letztes Jahr seine erste Show „Late Night Real Talk“. Für seine Arbeit wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Workshop C „Religionen entdecken, Religionen (er)leben – Das Judentum im Alltag“ mit Dr. Carmen Bisotti
Copyright: Carmen Bisotti
Was bedeutet Religion für mich und wie lebe ich (meine) Religion im Alltag? Am Beispiel des Judentums soll in Workshop C diskutiert werden, wie jede und jeder Einzelne seine oder ihre Religion auslebt und definiert. Es wird eine Einführung in die jüdische Religion mit ihren Feiertagen, Traditionen und Ritualen geben. Dabei sollen Vergleiche zu den beiden anderen monotheistischen Religionen, Christentum und Islam, gezogen werden. Gemeinsamkeiten und Unterschiede aller drei Religionen sollen erarbeitet und diskutiert werden.
Dr. Carmen Bisotti ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für die Geschichte der deutschen Juden (IGdJ) und seit 2016 Projektleiterin des Geschichts- und Kulturvermittlungsangebots Geschichtomat in Hamburg. Sie studierte an der Universität Hamburg Geschichte und Politikwissenschaften und ist heute zudem als freie Mitarbeiterin für die Stiftung Denkmalpflege auf dem Jüdischen Friedhof Altona tätig. Zu ihren Forschungsschwerpunkten als Historikerin gehören u. a. die Erinnerungskultur sowie die deutsche Nachkriegsgeschichte.
Workshop D „Antisemitismus bei Haftbefehl, Kollegah und Co.? – eine christlich theologische Perspektive auf Verschwörungserzählungen in der Popkultur“ mit Dr. Jan Christian Pinsch
Copyright: Jan Christian Pinsch
Spätestens die Debatte um Kollegah und Farid Bang hat gezeigt, dass antisemitische Verschwörungserzählungen auch Gegenstand der Popkultur, nicht zuletzt im sogenannten Gangsta-Rap, sind. Dies stellt vor allem für Jugendliche eine große Gefahr dar, die ihren populären Idolen eine starke Authentizität zuschreiben und zugleich nicht immer über das Wissen verfügen, Antisemitismus in Videos und Songs als solchen zu erkennen. In Workshop D soll zunächst aufgezeigt werden, was unter Antisemitismus zu verstehen ist und warum das mit Blick auf die Traditionsgeschichte der christlichen Theologie insbesondere auch ein wichtiges Thema religiöser Bildung ist. Danach soll für die Problematik von Popkultur und Antisemitismus sensibilisiert und gemeinsam entsprechende verdeckte Narrative in ausgewählten Beispielen dechiffriert werden.
Dr. Jan Christian Pinsch ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Evangelische Theologie der Universität Paderborn, Lehrkraft für besondere Aufgaben in der Abteilung Theologie und Diakoniewissenschaft der Universität Bielefeld und Lehrbeauftragter am Institut für Evangelische Theologie und Religionspädagogik der Julius-Maximilians-Universität Würzburg sowie freier Journalist und Prädikant in der Lippischen Landeskirche. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören rechtes Christentum, christlicher Antisemitismus, Fundamentalismus, Kirche in der NS-Zeit, Holocaust Education und das Verhältnis von Popkultur und Religion.
Einlassvorbehalt für Veranstaltungen des Vereins begegnen: Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören oder durch antisemitische, demokratiefeindliche, geschichtsleugnende, nationalistische, rassistische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen, Haltungen oder sichtbare Zeichen in Erscheinung treten oder getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder sie von dieser auszuschließen.